Mittwoch, 28. Januar 2009

Windows 7 – Das ist neu: User Interface

Bei jeder neuen Version einer Anwendung ist das erste was einem Benutzer auffällt das User Interface kurz UI, also das Aussehen der Anwendung und die Möglichkeiten mit der Anwendung zu interagieren. Das ist natürlich bei Betriebssystemen nichts anderes. Auch Windows 7 enthält so einige Neuerungen im UI. Das meiste jedoch ist von Vista übernommen oder nur eine konsequente Weiterentwicklung des Vista UIs. ´

Windows Explorer

explorer

Keine Anwendung ist charakteristisch für Windows wie sein Explorer. So ist er doch die Anwendung von Windows mit dem jeder Windowsnutzer am meisten zu tun hat. So ist der Explorer mehr als nur ein Dateimanager. Taskleiste, Startmenü und im weitesten Sinne auch die Systemsteuerung spielen sich im Explorer ab.

Bibliotheken (Libaries)

Mit 7 wird es einen neue Art virtuelles Verzeichnis geben. Bibliotheken genannt. Es gibt Bibliotheken für Bilder, Dokumente, Musik und Videos. Jederzeit kann man aber auch eigene Bibliotheken erstellen. Was ist das nun? Eine Bibliothek ist im wesentlichen eine Sammlung von “echten” Ordnern auf der Festplatte. Klickt man einen solche Bibliothek an, dann bekommt man die Daten aller “echten” Ordner der Bibliothek angezeigt, als würde man einen einzigen Ordner öffnen. In so fern ist es dadurch möglich verwandte Ordner zusammenzufassen ohne sie gleich physisch zusammen legen zu müssen. Außer lokalen Ordnern kann man auch noch Netzwerkfreigaben in eine Bibliothek einbinden.

Nehmen wir also einmal an man hat zwei Computer mit drei Benutzern. In die Bibliothek Musik könnte man also seinen eigenen Musikordner, den des zweiten Benutzers auf dem eigenen PC und die Musik des Benutzers auf dem zweiten PC einfügen. Ein öffnen dieser Bibliothek würde es als einen einziges Verzeichnis anzeigen.

Federated Search

searchresultsBisher konnte der Windows Explorer nur die eigene Festplatte, Netzwerkfreigaben und mit Einschränkungen auch Dokumente durchsuchen. In Windows 7 wurde die Suche noch einmal deutlich verbesser. Jetzt kann sie nämlich dynamisch erweitert werden. Durch so genannte “Search Connectors” (*.osdx), die nichts anderes als Open Search Definitionen sind und deren zugehörige Datenbank oder Web Service lassen sich zusätzliche Quellen einbinden. Im Prinzip gibt es das, was es für Browser schon eine Weile gibt, nun auch für den Explorer. Mit dem Unterschied, dass der Explorer die Suchergebnisse darstellt und nicht eine Webseite. Eine Einschränkung gibt es aber schon. Die eingebundene Open Search muss auch gleichzeitig die Ergebnisse ausgeben und nicht nur auf eine Webseite mit den Ergebnissen verweisen.

 

Tas kleiste und Startmenü

Hier wurde sicherlich am offensichtlichsten gewerkelt. Bevor man Bibliotheken oder die neue Suche überhaupt wahrnehmen kann sieht man schon die neue Taskleiste. Diesmal mit der wohl revolutionärsten Änderung seit Windows 95.

Es soll Leute geben, die es ausgemessen haben (wir waren es nicht, aber wir glauben es): Oh schreck sie ist 10 Pixel höher als in Vista. Das ist aber eher weniger bedeutsam, dass sie jetzt höher geworden ist.

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Viel wichtiger ist die Tatsache, dass sie jetzt in der Standardeinstellung keine Fenstertitel mehr anzeigt, sondern nur noch die Icons der Anwendung und gruppiert immer. Das kann man natürlich abstellen in dem man “Vereinen, wenn die Taskleiste voll” ist aktiviert. Diese Einstellung bringt wie “Nie Vereinen” auch gleichzeitig wieder die Fenstertitel in die Taskleiste zurück.

Wem diese 10 Pixel höhere Taskleiste zu viel sind kann natürlich auch kleinere Symbole verwenden. Dann ist sie wieder so hoch wie in Vista.

Gepinnte Anwendungen

Was früher Domäne der Schnellstartleiste war ist jetzt direkt in die normale Taskleiste eingeflossen. Die wichtigsten Anwendungen lassen sich pinnen. Funktioniert wie früher die Schnellstartleiste, jedoch lassen sich leichter Anwendungen hinzufügen.

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Jumplisten

Auch im Startmenü lassen sich Anwendungen pinnen. Eine weitere Neuerungen sind so genannte Jump Lists. So kann eine Anwendung zum Beispiel beim Hovern im Startmenü die letzt geöffneten Dokumente anzeigen oder gewisse Aufgaben anzeigen (Wie im Screenshot bei “Erste Schritte” geschehen).

Auch der Rechtsklick auf eine Anwendung in der Taskleiste enthält eine Jumpliste. Dabei gibt es eine Standardliste für alle Anwendungen, jedoch können auch Anwendungen eine eigene Liste mitbringen und so die Funktion erweiteren. Mit dem Windows Mediaplayer kann man zum Beispiel Dinge machen, die vorher in der Toolbar untergebracht wurden und weiteres. 

imageHier einmal die Jumpliste des Live Messengers 2009 

Fenstervorschau

Diese Funktion war auch schon in Windows Vista enthalten wurde aber jetzt verbessert. Über die Fenstervorschau kann man jetzt auch gleichzeitig eine Anwendung schließen. Gewisse Programme wie der Media Player erlauben sogar über das kleine Vorschaufenster eine Interaktion wie Pausieren und Starten der Wiedergabe oder das Vor und Zurück Navigieren zwischen den Titeln.

Desktop Anzeigen

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Am rechten Ende der Taskleiste befindet sich eine neue Schaltfläche um den Desktop anzuzeigen. Beim reinen hovern mit der Maus werden alle Fenster via Aero Peak nur “auf Glas” geschaltet und man sieht den Desktop und die Gadgets so lange wie die Maus sich darüber befindet. Klickt man die Schaltfläche an werden alle Fenster richtig minimiert. Ein nochmaliges Klicken holt die Fenster wieder in den Vordergrund.

Informationsbereich

Neu ist natürlich, dass die ausgeblendeten Symbole nicht mehr via “Slider” ein uns ausgeblendet werden sondern in eine Art Zusatzfenster ausgelagert werden. Auch neu ist natürlich die Einstellungsmöglichkeit für die jeweiligen Anwendungen, ob man Symbol und / oder Benachrichtiungen immer angezeigt haben will.

Desktop

Themes

Mit Windows 7 wird Windows endlich so weit themingfähig, dass man ohne irgendwelche Zusatzanwendungen zu installieren (oder mit hilfe von komplizierten Dateioperationen) andere Skins installieren und erstellen kann. Das ist ein großer Schritt nach vorne, auch wenn nicht so starke Anpassungen möglich sind, wie es etwa mit WindowBlinds machbar ist.

Slideshows

Immer nur ein Hintergrundbild ist langweilig. Deswegen kann man unter Windows 7 mehrere Hintergrundbilder verwenden, die in bestimmten Zeitintervallen sich abwechseln.

Tastaturkürzel

Folgende Kürzel sind neu:

  • Win+P öffnet eine Fenster zur Einstellungen für externe Bildschirme. Praktisch, wenn man zum Beispiel an einen Laptop einen Beamer oder Montor anschließt.
  • Win+Space löst Aero Peak aus.
  • Win+Up und Win+Down Tastaturkombination zum Maximieren und Wiederherstellen /Minimieren.
  • Win+Left und Win+Right dockt das Fenster links – repektive rechts an.
  • Win+Shift+Left und Win+Shift+Right verschiebt ein Fenster auf den Monitor “links” repektive rechts
  • Win+G zeigt die Gadgets vor allen anderen Fenstern an (so lange bis man wieder in ein Fenster klickt).

Glaubt man der englischen Wikipedia existieren noch weitere neue Tastaturkombinationen,  aber alle dort weiter genannten funktionieren derzeit scheinbar nicht.

Schriftartenverwaltungimage

Die Verwaltung der Schriftarten wurde überarbeitet. Das wurde auch mal langsam wirklich Zeit. Teilweise fanden sich da noch UI Elemente aus der Windows 3.11 / NT 3 Zeit.Öffnet man jetzt via Explorer eine Schriftart dann öffnet sich nach wie vor die Vorschau. Mit 7 erhält diese Vorschau jedoch gleich einen Button zum installieren des Fonts.

Fensterverwaltung

Aero Peak

Der Begrif ist schon vorher ein zwei mal gefallen. Diese Funktion schaltet einfach alle Fenster in eine transparente Glasansicht. Das heißt eigentlich wird eine Art Glasplatte statt den Fenstern angezeigt und man sieht den Desktop.

Aero Shake

Hällt man die Maus über einem normalem Fenster gedrückt und wackelt man der der Maus über dem Fensterrahmen hin und her, so werden alle anderen Fenster bis auf das mit dem gewackelt wurde Minimiert. Wiederholt man dann das gleiche wird der Zustand der anderen Fenster wiederhergestellt.

Dockingfunktionen

Die Andockfunktionen (siehe Tasturkürzel) sind auch über das Ziehen des Fensters an den Rand auslösbar. So bewirkt ein ziehen nach links ein Andocken links – ein Ziehen nach rechts lässt das Fenster rechts andocken. Zieht man es nach oben so wird es Maximiert. Zieht man ein Maximiertes Fenster nach unten so wird das Fenster in Normalzustand wiederhergestellt.

Führt man bei einem Normalen Fenster einen doppelklick auf den oberen Rand der Titelleiste aus (dort wo man normalerweise die Größe mit der Maus ziehen kann), so wird das Fenster auf die volle Desktophöhe gestreckt. Damit wird es quasi nur in der Höhe Maximiert

 

Sicherlich gibt es noch weitere Funktionen, aber das soll erst einmal als Übersicht genügen;)

Dienstag, 27. Januar 2009

7 nach XP via Vista

Wer noch XP als Betriebssystem installiert hat und im moment nur 7 am testen ist und mal wieder XP startet wird so einige Problemchen haben.

Irgendwie sind die altbekannten kleinen Symbole plötzlich zu klein und irgendwie ist das im Tray auch alles komisch.

Wer Vista nutzt hat nicht eine ganz so krass verkleinerte Taskbar (es sollen angeblich 10 pixel sein). Es gibt zwar Fenstervorschauen und WinFlip existiert auch, aber irgendwie ist das neue Startmenü schon kompfortabler. Und erst die Jumplists.

 

Da sieht man doch wie schnell sich ein Mensch an etwas gewöhnt. So einiges gab es bei Vista /(geschweige denn XP nicht) und schon nach zwei Wochen will man automatisch diese Funktionen auch im “Produktivssystem” nutzen (dran denken produktive Nutzung von 7 ist nach EULA nicht erlaubt ;) )

Windows Internet Explorer 8 – Release Candidate

Der RC der Internet Explorer 8 kann ab sofort runter geladen werden. Er läuft unter Windows XP, Server 2003, Vista und Server 2008.

Benutzer von Windows 7 können den RC nicht installieren. Die Version, die in der nun ein paar Wochen alten Beta von 7 enthalten liegt ist irgendwo zwischen Beta 2 und dem RC.

Der Download erfolgt über diese URL: http://www.microsoft.com/windows/internet-explorer/beta/worldwide-sites.aspx

Montag, 26. Januar 2009

Windows 7 – Funktionen, die es einmal gab

Etwas ungewöhnlich statt mit neuen Funktionen anzufangen, aber zu nächst einmal soll es um Funktionen gehen, die es in Windows Vista noch gab, in Windows 7 allerdings nicht mehr verfügbar sind.

In Vista noch verfügbar war das “gute alte” Startmenü aus der Windows 2000 Zeit –jetzt ist es endgültig verbannt. Weiterhin existiert kein Windows Vista Startmenü in 7. Das ist nicht weiter schlimm, da Windows 7 das gleiche Startmenü nutzt nur eben mit so einigen Verbesserungen.

Auch die alte Taskleiste kann man nicht wiederherstellen. Man kann höchstens die Grupierungsfunktion etwas entschärfen. Oder die Taskleiste durch kleine Symbole niedriger machen.

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Ebenfalls verschwunden ist die Windows Media Player Toolbar –dafür bietet der WMP aber spezielle Funktionen via Jumplist an.

Windows Photo Gallery, Windows Movie Maker, Windows Calendar und Windows Mail sind aus Windows rausgeflogen und finden sich nun in den Windows Live Essensials.

Windows Defender besitzt keinen Software Explorer mehr.

Removable Storage Manager ist ebenfalls verschwunden und alle auf ihm aufsetzenden Anwendungen laufen damit nicht mehr.

Die Anwendungen Windows Meeting Space und Ink Ball sind derzeit auch nicht in der Beta enthalten.

Die MS Agent Funktion fehlt auch. Vielen dürfte diese Funktion mehr als die Office Assistenten bekannt sein oder der Suchassistent von Windows XP.

Die Sidebar ist auch weg – aber die Gadgets sind jetzt frei platzierbar. Unter der Haube werkelt dafür nach wie vor die “sidebar.exe” gut möglich, dass Microsoft die exe bald umnennen wird.

Bei der Bildschirmtastatur gibt es derzeit keinen extra Ziffernblock mehr.

Das dürfte es gewesen sein. Alle gestrichenen Funktionen sind im Vergleich mit Vista betrachtet. Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern deckt nur die wichtigsten Änderungen ab.Weiterhin wurden Designänderungen wie zum Beispiel im Explorer nicht berücksichtigt bei denen Funktionen mit anderen zusammengelegt wurden oder an einem neuen Ort sind.

 

Im nächsten Teil der Serie geht es um einen Überblick über die neuen Windows 7 Funktionen. Darauf hin werden wir unseren allgemeinen Eindruck und die Erfahrungen mit dem neuen Betriebssystem schildern. Darauf werden wir die Neuerungen und Funktionen von 7 noch mal im Detail einzeln betrachten, was einen tieferen Eindruck ermöglicht.

Sonntag, 25. Januar 2009

Entwicklungslinien – Wie Windows 7 das wurde was es jetzt ist

Im Gegensatz zu Windows Vista verlief die 7 Entwicklung eher ruhig und mehr im Hintergrund. Es gab weniger Rumor um neue Funktionen wie zu vor. Man wollte offensichtlich nicht noch einmal den gleichen Fehler wie bei Vista machen und diesmal lieber nichts versprechen als zu viel. So war bis Anfang des letzten Jahres nahezu gar nichts bekannt über 7 -  und das nachdem man schon fast zwei Jahre daran arbeitete.

Im Januar 2008 sind schließlich erste Screenshots des Mileston 1 (M1) durchgesickert. In dieser Version gab es wenige Änderungen gegenüber Vista. Im Prinzip nur leichte Änderungen am Explorer und das neue Windows Health Center, das in der Beta von 7  “Action Center” heißt.

Der spätere M2 enthielt schon eine frühe Version der neuen Taskbar.

Milestone 3 wiederum erregte große Aufmerksamkeit. Diese Version wurde im September 2008 an ausgewählte Partner und Mitarbeiter von Microsoft verteilt. Hierbei enthielten einige Anwendungen schon das “Scenic Ribbon UI” (z. B. Paint und  Wordpad). Windows Mail und andere Anwendungen wurden aus dem Betriebssystem geworfen und fanden nun eine neue Heimat im Windows Live Anwendungspaket.

Einen Monat später wurde eine Version auf M3 Stand an die PDC Teilnehmer vergeben. Hier wurde allerdings die neue Taskbar deaktiviert (die man aber über einen Trick jedoch wieder aktivieren konnte).

Die folgenden Versionen enthielten weitere Verbesserungen an der neuen Taskleiste.

Im Januar diesen Jahres wurde dann schließlich die Beta zum allgemeinen Download freigegeben.

Wie man sieht ist durch die viele Geheimniskrämerei um das neue System nicht so viel über die Entwicklung bekannt. Die Versionen vor M3 sind nur bekannt, weil sie irgendwer in Tauschnetze eingestellt hatte und so illegal eine Verbreitung ermöglicht hat.

Windows 7 – Das Major Minor Update oder doch das Minor Major Update?

Gehen wir in der Zeit ein paar Jahre zurück. Wir befinden uns im Jahre 2001. Microsoft entlässt Windows XP in die “freie Wildbahn”. Der Konzern veröffentlichte ein Betriebssystem, dass zum ersten mal seit Jahren wieder für Unternehmen und Privatanwender konzipiert war. Windows XP verband, die Stabilität der NT-Line (denn es basierte ja auch auf NT) mit den Multimediafunktionen der Windows 9x Serie. Windows XP wurde sehr sehr erfolgreich – das kann man nicht bestreiten.

Schon bevor man XP in den Verkauf gab begannen die Arbeiten an seinem Nachfolger. Damals unter dem Codenamen “Longhorn”. Longhorn setzte auf dem XP Code auf und sollte lediglich ein kleines Update werden, dass irgendwann 2003 auf den Markt kommen sollte und einem Zweischenschritt zu dem nächsten großen Betriebssytem “Blackcomb” werden. Wie die Zeit zeigte sollte aus diesem Plan nichts werden. Longhorn wurde immer mehr mit neuen Funktionen zugeladen oder es wurden zumindest immer mehr Blackdombfunktionen nach Longhorn vorgezogen und es wurde zum Major Update erklärt. Während dieser Entwicklung erhielt Windows XP gleichzeitig sein SP1, Windows Server 2003 wurde auf dessen Basis entwickelt und dann wiederum erhielt Windows XP sein SP2. Dies wiederum sorgte erst mal für einen Aussetzer der Longhornentwicklungen, da das SP2 priorisiert wurde.

2004 entschloss man sich dann den Lognhorncode neu zu schreiben. Diesmal auf Basis des Windows Servers 2003 zum mal das alte Longhorn noch sehr sehr instabil war. Also ein Neubeginn. Ab diesem Zeitpunkt wurden mehr und mehr Funktionen wieder gestrichen und nach hinten verschoben. Mitte 2005 war es dann so weit, dass man “Longhorn” in “Windows Vista” umbenannte. Zwei Jahre nach eigentlichem Releasetermin (selbst der Entwicklungsreset lag ja schon nach dem ursprünglichen Termin)  war man dann auch so weit, dass man eine erste Beta vorstellen konnte. Noch mal ein Jahr später, nämlich Ende 2006 war Windows Vista fertig.

Es wurde zu einem System, dass es nie werden sollte. Die neuen .net Funktionen (WinFX/ .net3) waren eigentlich für Blackcomb gedacht. Wurden in Vista integriert und schließlich sogar für XP verfügbar gemacht, was ein starkes Feature sehr entkräftete. Auch der Compositing Window Manager von Vista war eigentlich für Blackcomb gedacht. WinFS war ebenfalls für Blackcomb gedacht, wurde schon sehr früh nach Longhorn überführt (noch vor dem Reset) – dieses Ehrgeizige Projekt hat es aber auch nicht in die finale Version geschafft. Die Liste von Vistafunktionen, die im Laufe der Entwicklung gestrichen wurden ist lang. Die Liste der Vistafunktionen, die auf XP portiert wurden ebenfalls. Damit hat ein stark verspätetes Betriebsystem alles nur keinen leichten Start gehabt und auch noch heute hat Windows Vista keinen guten Ruf. Leider unverständlich, wo doch auch Vista noch so einige schöne Funktionen im Petto hat, die es für XP nicht gibt und wo Vista doch eigentlich ein so stabiles Betriebssystem ist.

Aber zurück zu Blackcomb. Ursprünglich sollte es 2005 auf den Markt kommen – also zwei Jahre nach dem ursprünglichen Longhorn. Dieser Plan konnte natürlich wegen den Vistaverspätungen auf keinen Fall aufrecht gehalten werden – und das wurde er natürlich auch nicht. Im frühen 2006 wurde Blackcomb zu Vienna umbenannt. Windows Vienna sollte also Vista beerben. Mitte 2006, also als sich Vista der Fertigung nähere begannen auch die Arbeiten an Vienna. Im Somme des Jahres 2007 wurde Vienna zu “Windows 7” umbenannt. Noch ein Jahr und wenige Monate später wurde dieser Name als Finaler Produktname festgesetzt.

Aber was ist Windows 7? Es heißt Windows 7 – der Kernel meldet sich als NT 6.1. Es sollte ganz zu Anfang ein Major Update geben – das wurde auf Vista Vorgezogen. Bei 7 ist nur der Name ein großer Sprung. Auch, wenn man die Funktionen betrachtet ist 7 sehr stark an Vista angelegt und verbessert es an sehr sehr vielen Stellen. Windows 7 ist mehr als ein Service Pack das ist ganz klar, alle die etwas andere behaupten reden ziemlichen Unsinn. Zu mal es von Microsoft schon sehr großzügig ist mit den meisten Service Packs auch neue Funktionen auszuliefern. Normalerweise werden dabei nur Bugs korrigiert.

Der große Sprung ist 7 natürlich auch nicht und es sollte es auch am Ende gar nicht mehr werden. Man hat gemerkt, dass man bei Vista viele Dinge angefangen hat, die aber nicht zu Ende geführt wurden. Windows Vista ist klar ein stabiles System geworden, mit der Skalierbarkeit sieht es aber sehr sehr schlecht aus. Microsoft hat nicht umsonst für Netbooks weiterhin XP im Angebot. Mit 7 wird sich das zum Beispiel ändern. Im Gegensatz zu Vista läuft es nämlich auch auf solchen Geräten.

Windows 7 hat auch im Bereich des UI sehr große Neuerungen. Die mit Vista eingeführte Sidebar ist weg – die Sidebargadgets lassen sich nun frei positionieren. Sicherlich toll. Viel größer ist jedoch die Änderung an der Taskbar. Die neue “Superbar” ist die größte Änderung an dieser Leiste seit ihrer Einführung mit Windows 95. Sie ist größer, grupiert und bietet (bei kompaiblen Anwendungen) so genannte Jumplists an. Auch die Taskleiste hat “Jumplists” spendiert bekommen. So kann man zum Beispiel beim überfahren eines Anwendungsicons gleich einer der letztgeöffneten Dateien öffnen oder gewisse Programmaufgaben ausführen. Auch der Windows Tray wurde überarbeitet.

Dies sind nur einige Beispiele, wo einfach mal konsequent weitergedacht wurde. Windows 7 dürfte sich trotz der wenigen Bahnbrechenden Neuerungen leichter etablieren als Windows Vista. Bei 7 fehlen einfach die vielen gebrochenen Versprechungen.

Nun ist Windows 7 in der öffentlichen Beta-Phase. Wir haben es uns angeschaut und werden die Neuerungen und Funktionen in den nächsten Tagen hier sehr genau unter die Lupe nehmen

Dienstag, 20. Januar 2009

EU prüft Strafe gegen Microsoft

Nachdem Mediaplayer ist nun der Internet Explorer dran.
Der Browserhersteller Opera hat sich bei der EU beschwert, dass der IE Seite Windows 95 II mit Windows daherkommt.
Interessant an der Sache ist: die Firefox entwickler scheint das eher weniger zu stören - der Firefox Browser schaffte es inzwischen zu einem ernsten Konkurrenten zum IE zu werden und das auch mit der Bündelung des IE an Windows. Möglicherweise liegt es doch irgendwo auch an Opera, dass er seine Marktanteile nicht wirklich ausbauen kann
Auch andere Betriebssyteme bündeln ihre Systeme mit Browsern. Auf den allermeisten Linuxsystemen kommt Firefox vorinstalliert daher und auch der KDE Desktop bringt seinen eigenen Browser mit. Und OS-X wird bekanntlich mit Safari ausgeliefert.
Da fragt man sich natürlich was daran so schlimm ist für einen Browserherstller, der nur ein paar Prozent am Markt ausmacht, wenn das auf Windows auch so ist. Wer Opera haben will kann ihn ja installien. Die Frage ist nur wie man ihn ohne Internet Explorer mal schnell für eine frische Windows Installation runterladen kann?

Microsoft will nach eigenen Angaben Windows EU Konform verkaufen und prüft jetzt sein weiteres Vorgehen und wird in zwei Monate stellung dazu nehmen.

Windows 7 Review

Überall sprudeln sie schon aus allen Quellen wir dachten uns: Lieber etwas abwarten, etwas intensiver testen und dann einen genaueren Bericht schreiben.
Und genau das machen wir ab nächster Woche.
In einer mehrteiligen Serie werden wir das neue Betriebssystem genau unter die Lupe nehmen mit seinen Ecken und Kanten und den neuen Highlights.